Drechseln einer großen Eschenschale

Bei dem Anblick unseres Rohmaterial-Lagers, ein großer Holzhaufen aus vielen schönen und großen Eschenolzstämmen von unseren Großeltern, ist die Idee entstanden, eine maximal große Schale zu drechseln. Das Rohmaterial machte auch bei der zweiten Betrachtung einen guten Eindruck, so war es nur noch eine Frage der Zeit bis dieses Projekt umgesetzt wurde.

Zuschneiden vom Schalenrohling

Das Zuschneiden einer solch großen Schale erfordert etwas mehr Aufwand und Zeit als bei kleineren Modellen, da hier mehr Material abgetragen werden muss, aber auch Entscheidungen veroher gründlich überlegt werden sollten, bevor mit dem Schnitt angefangen wird. Ein falscher Schnitt kann einen großen Einfluss auf das spätere Ergebnis haben. Der Trennschnitt erfolgte mit einer großen Kettensäge und das anschließende in Form bringen mit einer Kleineren. Der Schalenrohling passt exakt auf die Maschine. Der finale grobe Rundschnitt erfolgte auf der Maschine.

Drechseln der Schale

Bei solch einer großen Schale kommt die Maschine mächtig an ihre Grenzen, ein Drechseln mit einer Drehzahl höher von 250 1/min war nicht möglich. Ohne eine Abstützung mit dem Reitstock wäre ein Drechseln nicht möglich gewesen. Nur der letzte Rest, wenn die Schale ihre finale Form bekommen hat, wird ohne Reitstock bearbeitet. Hier sind die Kräfte nicht mehr so hoch. Um über Nacht Trockenrisse zu verhindern wurde die Schalen in Folie eingewickelt. Das verhindert ein Reißen des Holzes, da ein Austrocknen der Oberfläce verhindert wird.

Die fertige Schale

Die fertige Schale ist sehr beeindruckend in ihrer Größe, Ausstrahlung und Schönheit. Es schwingt ein wenig Stolz mit, diese Schale zu sehen. Da der Holzblock noch nicht vollkommen trocken war, wurde die Schale bis zur vollständigen Trocknung in trockene Holzspäne eingelegt. So kann eine langsame Trocknung gewähleistet werden. Nach diesem Trocknungsprozess erfolgte der finale Schliff.